Bei einem Kompetenzinterview stellt Ihnen Ihr Gesprächspartner im Bewerbungsgespräch zusätzlich eine Reihe spezialisierter Fragen zu Ihren Schlüsselqualifikationen. Aufgrund Ihrer Antworten kann er sich ein genaues Bild von Ihren Leistungen und Ihrem Verhalten in bestimmten Situationen machen. Um ein Kompetenzinterview zu meistern, ist es wichtig, sich im Vorfeld gut auf diese besonderen Schlüsselfragen vorzubereiten.

Die STAR-Fragetechnik und was dahinter steckt

Anders als bei einem herkömmlichen Einstellungsgespräch vertieft der Personalverantwortliche bei einem Kompetenzinterview gezielt ein bestimmtes Thema. Dabei hat sich ein Vorgehen nach der sogenannten STAR-Technik bewährt. STAR steht für:
S – Situation = die Situation, mit der Sie konfrontiert waren
T – Target = das von Ihnen angestrebte Ergebnis (Target)
A – Action = Ihre Vorgehensweise (Action), um das Ziel zu erreichen
R – Result = das Ergebnis (Result) Ihrer Handlungsweise
Diese intensive Fragetechnik soll Sie aus der Reserve locken, denn eingeübte Standardantworten reichen nicht aus, um ein solches Kompetenzinterview zu meistern. So sieht Ihr Gegenüber schnell, ob Sie sich nur oberflächlich auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet oder ob Sie Ihre Hausaufgaben gewissenhaft gemacht haben.

Wichtige Kernkompetenzen und ihre Bedeutung

Ein wichtiger Schritt, um in einem Kompetenzinterview zu glänzen, ist die eingehende Beschäftigung mit Ihren sogenannten Schlüsselqualifikationen, die hinter den Kompetenzfragen stecken. Page Personnel hat Ihnen im Folgenden eine Liste mit den wichtigsten Kompetenzbereichen zusammengestellt:
  • analytische Kompetenzen
  • Führungsqualitäten
  • individuelle Eigenschaften
  • soziale Kompetenzen
  • Motivation

Die einzelnen Kompetenzbereiche im Detail:

1. Analytische oder methodische Kompetenzen

In diesem Bereich geht es darum, wie gut Sie eine Situation einschätzen können und wie sicher Sie im Ausarbeiten geeigneter Lösungsstrategien sind. Neben dem analytischen Denken sind hier auch Eigenschaften wie Flexibilität und Kreativität gefragt.
Mögliche Fragestellung: "Was war das letzte Projekt, an dem Sie gearbeitet haben und zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?"

2. Führungsqualitäten

Diese Kompetenzfragen beziehen sich auf Ihren Umgang mit der Verantwortung für andere. Dazu gehören Mitarbeiterführung, Teamverhalten und Ihre persönliche Einstellung zu Ihrem Arbeitgeber.
Mögliche Fragestellung: "Was zeichnet eine gute Führungskraft aus?"

3. Individuelle Eigenschaften

Hier geht es um Sie und Ihre persönlichen Merkmale. Was zeichnet Sie besonders aus? Zu dieser Gruppe von Kompetenzfragen gehören Eigenschaften wie Kreativität, Gewissenhaftigkeit, Selbstständigkeit, Loyalität oder Kritikfähigkeit.
Mögliche Fragestellung: "Nennen Sie fünf Merkmale, die Ihren Charakter beschreiben."

4. Soziale Kompetenzen

Nun geht Ihr Gesprächspartner Ihrer Teamfähigkeit auf den Grund. Teamarbeit ist in vielen Unternehmen üblich und erfordert viel Einfühlungsvermögen im Umgang mit anderen Mitarbeiten. Denn je besser ein Team zusammenarbeitet, desto effektiver ist es.
Mögliche Fragestellung: "Sie müssen einen Kollegen kritisieren. Wie würden Sie dabei vorgehen?"

5. Motivation

Bei diesem Teil der Kompetenzfragen geht es darum, was genau Sie antreibt und womit Sie sich auch in schwierigen Situationen motivieren. Auch Eigeninitiative, ergebnisorientiertes Arbeiten und Lernbereitschaft gehören dazu.
Mögliche Fragestellung: "Welche Ziele verfolgen Sie mit dieser neuen Position?"

Natürlich und selbstbewusst zum Erfolg

Auch ein Kompetenzinterview meistern Sie am besten, indem Sie sich möglichst natürlich und offen geben. Bleiben Sie ruhig und überlegen Sie kurz, bevor Sie antworten. Vermeiden Sie Übertreibungen und schildern Sie stattdessen Tatsachen. Schließlich es ist auch für Sie wichtig herauszufinden, ob der Job gut zu Ihren Stärken und Qualifikationen passt. Denn nur dann werden Sie sich dort wohlfühlen.
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